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"Das Lied von den zwei Pferden"
Deutschland 2009 - FSK: ab 0 - Länge: 90 min. - Prädikat: besonders wertvoll

Regie: Byambasuren Davaa

Darsteller: Urna Chahar-Tugchi, Hicheengui Sambuu, Chimed Dolgor

Beschreibung:
Während der chinesischen Kulturrevolution in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts waren Musikinstrumente in der Inneren Mongolei verboten. Urnas Großmutter musste ihre Geige vergraben, geblieben ist heute nur noch ihr Hals. Mit diesem Geigenhals, der das Pferdelied als Inschrift trägt, macht sich Urna im Film auf den Weg zu einem Geigenmacher um das Instrument restaurieren zu lassen. Sie besucht das legendäre Pferdekopf-Ensemble in der Hauptstadt Ulaanbaatar und versucht, endlich jemanden zu finden, der das alte Lied, das ihre Großmutter immer gespielt hat, noch kennt.

Im Zuge der politischen Unruhen während der Parlamentswahlen im Sommer vor zwei Jahren, wurden – so erfährt der Zuschauer erst im Abspann des Filmes – die alten Instrumente des Pferdekopfgeigen-Ensembles zerstört. Auch die  Dreharbeiten von Byambasuren Davaa und Urna konnten nicht wie geplant verlaufen.

"Ein Deutscher würde 'Glück im Unglück' sagen", beschreibt Byambasuren Davaa die damalige Lage, denn das Filmteam musste die Hauptstadt der Mongolei verlassen und konnte nur auf dem Land weiterdrehen. Dort hatte ihr Busfahrer die entscheidende Idee. "Er sagte, er kenne eine alte Sängerin, die sei einmal sehr berühmt gewesen, aber er wisse nicht, ob sie noch singe", erzählt Davaa. Das war der entscheidende Hinweis.

Diese sehr alte Frau mit dem unglaublich wettergegerbten Gesicht spielt schließlich eine Schlüsselrolle im Film "Das Lied von den zwei Pferden" und sie singt wirklich endlich das Lied, das niemand mehr zu kennen schien.

Die Filme von Byambasuren Davaa ("Die Geschichte vom weinenden Kamel", "Die Höhle des gelben Hundes") beginnen häufig mit einer solchen Suche nach den Hauptdarstellern. "Wir arbeiten ohne Drehbuch, aber mit einem ungefähren Plan von den Motiven, die in dem Film vorkommen sollen", erklärt Davaa: "Die alte Sängerin, die aussieht wie ein Felsen, war wirklich ein glücklicher Zufall".

Das traditionelle und das moderne Leben in der Mongolei begegnen sich fortwährend in diesem Film und zuweilen gelingen Byambasuren Davaa richtig witzige Szenen, wie die, als Urna auf ihrer Reise zum Verschicken einer SMS ihr Handy in die Luft wirft.

 



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